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Weihnachten braucht nicht viel...

24. Dezember 2020, Steffi Krapf - Geistesblitz

Weihnachten braucht nicht viel...

von Alexander Schreeb

Weihnachten braucht nicht viel.

Der heilige Abend ist da, nicht weil wir es wollen, sondern weil Gott uns diesen schenkt. Weil ein Engel auf die Erde kam und sagte: "Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids."

Weihnachten hat es nie einfach gehabt.

Zwischen Bratwurst und Glühwein. Zwischen roter Bommelmütze und Shoppinglisten. Zwischen dem Mann mit dem Bart und dem Coca-Cola-Truck. Aber auch da war immer Weihnachten. Mit Lametta und Last Christmas, dem Familienessen und Oh Tannenbaum.

In jedem Jahr in jeder heiligen Nacht erzählen wir uns diese Geschichte: Dass da ein Kind war, das gefunden wurde in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.
Und diese Geschichte klingt nicht nur in den warmen Stuben und vollen Gotteshäusern, sondern auch in den Krankenhäusern und Altersheimen. In einsamen Zimmern und inmitten bitterer Kälte.

Sie ist dafür gemacht, um gehört zu werden, zuerst an den Orten, die nicht so prachtvoll geschmückt und beschenkt werden. Dort, wo Gott fern scheint, genau dort strahlt er.

Zu allererst hat er die frohe Nachricht einsamen Menschen vor den Toren der Stadt gebracht.
Was immer die sich auch ersehnten und erhofften, sie wurden verwandelt und die Freude muss unendlich gewesen sein, denn sogar die himmlischen Herrscharen lobten Gott und sprachen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens." Dann rannten die Hirten los, weil sie wussten: Da ist mehr, als sie je gedacht hätten. Sie waren nicht einsam unterwegs. Und als sie dieses Kind in der Krippe fanden, fand Gott sie.

Weihnachten braucht nicht viel.

Der heilige Abend ist da, weil Gott uns diesen schenkt und wir diese Geschichte erzählen:

Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Gott ist da und er ist mehr als eine besinnliche Stimmung und mehr als ein Relikt und alte Tradition.

Er kommt dahin, wo es wehtut. Da, wo das Herz knirscht und uns eng wird, damit wir uns nicht so fürchten und freier und gelassener werden.

Deshalb erzählt diese Geschichte weiter.

Gerade jetzt in dieser Zeit. Singt davon in Liedern: von Oh Tannebaum und Stiller Nacht, von Tochter Zion und Es kommt ein Schiff geladen.

Denn Weihnachten ist da, weil Gott uns diese Tage schenkt.

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